Sicherheit — ewtos voice
Stand: 2026-08-14 · English version below
Diese Seite beschreibt, wogegen die Software schützt und wogegen ausdrücklich nicht. Wie Daten verarbeitet werden und wer sie außerhalb deines Rechners empfängt, steht in der Datenschutzerklärung.
1. Grundsatz
ewtos voice läuft vollständig auf deinem Rechner. Es gibt keinen Server von uns, kein Benutzerkonto, keine Anmeldung und keinen Weg, auf dem deine Aufnahmen zu ewtos.com gelangen.
Deine Sitzungen liegen als gewöhnliche Audiodateien und JSON-Dateien in einem Ordner, den du bestimmst. Deinstallierst du die Software, bleibt dieser Ordner unverändert und weiter benutzbar. Das ist Absicht: eine Ablage, die du ohne unser Programm nicht mehr lesen kannst, wäre eine Abhängigkeit, kein Werkzeug.
2. Was geschützt ist
Zugangsschlüssel. Deine API-Schlüssel liegen nicht in der Einstellungsdatei, sondern im Schlüsselspeicher des Betriebssystems — unter Windows in der Anmeldeinformationsverwaltung, unter macOS im Schlüsselbund. Sie sind damit vom System verschlüsselt und werden beim Export der Einstellungen bewusst herausgenommen. Auch das Programmprotokoll enthält sie nicht.
Lokale Verarbeitung. Wählst du die mitgelieferte lokale Transkription, laufen Whisper
beziehungsweise Parakeet als eigene Programme auf deinem Rechner. Sie lauschen ausschließlich auf
127.0.0.1 mit einem zufällig gewählten freien Port und sind damit aus dem Netz nicht erreichbar.
Beim Beenden der App werden sie mitbeendet. Die Modelldateien liegen lokal; die beiden Programme laden von sich
aus nichts nach.
Strikte Privatsphäre. Ein Schalter in den Einstellungen sperrt sämtliche Anbieter mit Sitz außerhalb der EU. Jeder Anbieter trägt in der Auswahl sichtbar, wo er verarbeitet — lokal, EU oder USA. Das ist kein Hinweistext, sondern eine Sperre: bei aktiviertem Schalter lässt sich ein US-Anbieter nicht auswählen.
Updates. Das Aktualisierungspaket wird vor der Installation gegen einen im Programm hinterlegten öffentlichen Schlüssel geprüft. Ein manipuliertes oder untergeschobenes Update wird abgelehnt. Die Update-Prüfung selbst überträgt keine Angaben über dich oder dein Gerät.
Trennung von Oberfläche und Dateisystem. Die Oberfläche hat keine Dateisystem-Rechte. Jeder Lese- und Schreibvorgang läuft über eine begrenzte Liste ausdrücklich freigegebener Programmbefehle. Ein Fehler in der Oberfläche kann damit nicht zu beliebigem Dateizugriff führen.
Das Diktier-Kürzel liest nicht mit. Es merkt sich, welches Fenster im Vordergrund war, und fügt den Text dort ein. Es liest weder den Fensterinhalt noch den Bildschirm noch deine Tastatureingaben. Es schreibt hinein, es liest nicht heraus.
Auslieferung. Das Installationspaket enthält keine Zugangsdaten, keine Telemetrie, keine Absturzberichte und keine Inhalte von fremden Servern — Schriften liegen im Programm, nicht bei Google. Ohne dein Zutun ruft die Software an genau einer Stelle nach außen: die Update-Prüfung bei GitHub, einmal je Programmstart. Alles andere passiert erst, wenn du einen Anbieter einrichtest oder ein Modell herunterlädst.
3. Was ausdrücklich NICHT geschützt ist
Dieser Abschnitt ist wichtiger als der vorige. Software, die nur ihre Stärken nennt, ist nicht vertrauenswürdiger, sondern nur schwerer zu prüfen.
Deine Aufnahmen und Transkripte liegen im Klartext auf der Festplatte. Es gibt keine Verschlüsselung. Wer Zugriff auf das Gerät hat — physisch, über ein Administratorkonto oder über eine Sicherungskopie —, hört und liest alles, ganz ohne unsere Software. Eine Aufnahme ist genau so vertraulich wie der Rechner, auf dem sie liegt. Wenn du regelmäßig Vertrauliches aufnimmst, gehört auf dieses Gerät eine Laufwerksverschlüsselung.
Das Programmprotokoll kann Bruchstücke deiner Transkripte enthalten. Die lokalen Transkriptionsprogramme schreiben ihre Ausgaben mit ins Protokoll. Schickst du uns ein Protokoll zur Fehlersuche, sieh es vorher durch.
Die Zwischenablage wird überschrieben. Jedes Diktat ersetzt den bisherigen Inhalt deiner Zwischenablage durch den diktierten Text. Andere Programme auf deinem Rechner, die die Zwischenablage überwachen — Passwortmanager, Notizwerkzeuge, Verlaufs-Tools von Windows —, sehen ihn damit ebenfalls.
Der Windows-Installer ist nicht signiert. Es gibt kein Code-Signing-Zertifikat. Beim Start warnt SmartScreen mit „Der Computer wurde durch Windows geschützt"; du musst auf Weitere Informationen und dann Trotzdem ausführen klicken. Das ist genau die Warnung, die auch bei Schadsoftware erscheint — du kannst an der Warnung selbst nicht erkennen, ob die Datei echt ist. Prüfe stattdessen die SHA256-Prüfsumme gegen die Angabe im GitHub-Release. Die Updates innerhalb der App sind davon nicht betroffen, die sind signaturgeprüft. Der macOS-Build ist derzeit nur selbstsigniert und nicht von Apple notarisiert.
Was du an einen Cloud-Anbieter schickst, ist dort. Wählst du Groq, OpenAI oder OpenRouter, gelten deren Bedingungen — auch was Aufbewahrung und Nutzung zum Modelltraining angeht. Wir haben darauf keinen Einfluss und können nichts davon zurückholen. Die Voreinstellung ist Groq mit Sitz in den USA. Für vertrauliche Aufnahmen sind die lokalen Modelle oder ein EU-Anbieter der richtige Weg.
Eigene Endpunkte sind ungeprüft. Trägst du eine eigene Adresse ein, schickt die App die Audiodaten dorthin. Sie prüft nicht, wem diese Adresse gehört.
Kein Schutz gegen Schadsoftware auf deinem Rechner. Ein Programm mit deinen Benutzerrechten kann den Sitzungsordner lesen, das Mikrofon mitbenutzen und die Zwischenablage abgreifen. Dagegen hilft keine Anwendung, sondern nur ein sauberes System.
Kein Mehrbenutzerschutz. Die App kennt keine Anmeldung und keine Rollen. Jeder, der an deinem Windows-Benutzerkonto sitzt, kann sie öffnen und alle Sitzungen sehen.
Die letzten fünf Diktate bleiben im Profil. Sie werden für die Wiederholfunktion im Klartext gespeichert, auch wenn du das Speichern von Audio abgeschaltet hast.
4. Wenn du Vertrauliches aufnimmst
Kurz und praktisch: lokales Modell wählen, „Strikte Privatsphäre" einschalten, Laufwerksverschlüsselung aktivieren, Sitzungsordner auf ein verschlüsseltes Laufwerk legen. Und die rechtliche Seite nicht vergessen — das heimliche Aufzeichnen des nichtöffentlich gesprochenen Wortes ist in Deutschland nach § 201 StGB strafbar. Sag den Anwesenden, dass mitgeschnitten wird.
5. Sicherheitslücken melden
Findest du eine Schwachstelle, schreib an info@ewtos.com — gern mit Weg zur Nachstellung. Bitte nicht öffentlich als Issue, bevor sie behoben ist. Wir melden uns zurück und nennen dich auf Wunsch beim Beheben.
6. Fremde Bestandteile
Die App enthält Open-Source-Komponenten unter eigenen Lizenzen: whisper.cpp und ggml (MIT), sherpa-onnx
(Apache-2.0), ONNX Runtime (MIT), Tauri (MIT/Apache-2.0), lamejs (LGPL-3.0), die Schriften unter OFL-1.1 und
Apache-2.0. Die verwendeten Parakeet-Modelle stehen unter CC-BY-4.0 (© NVIDIA) und verlangen eine
Namensnennung, die Whisper-Modelle unter MIT. Die vollständige Übersicht liegt der Installation als
THIRD-PARTY-NOTICES bei und ist in den Einstellungen verlinkt.
Security — ewtos voice (EN)
Last updated: 2026-08-14
This page states what the software protects against — and what it expressly does not. How data is processed is in the privacy policy.
Principle. ewtos voice runs entirely on your machine. No server of ours, no account, no sign-in, no path by which your recordings reach ewtos.com. Sessions are ordinary audio and JSON files in a folder you choose, still usable after uninstalling.
What is protected. API keys live in the operating system credential store
(Windows Credential Manager / macOS Keychain), not in the settings file, and are stripped from settings
exports and never logged. Local transcription runs as separate processes bound to 127.0.0.1 on a
random free port, unreachable from the network and terminated when the app closes; they never fetch anything
themselves. The Strict Privacy switch is a hard block, not a hint — with it on, non-EU
providers cannot be selected, and every provider visibly states where it processes. Updates are
signature-verified against a key embedded in the app before installation. The UI has no
filesystem permissions at all — every read and write goes through a short list of explicitly allowed
backend commands. The dictation hotkey writes into the previously focused window; it never
reads window contents, the screen or your keystrokes. The installer contains no credentials, no telemetry, no
crash reporting and no third-party assets (fonts ship with the app). Unprompted, the software reaches out to
exactly one place: the GitHub update check, once per launch.
What is expressly NOT protected. Your recordings and transcripts sit unencrypted on disk — anyone with access to the device, an admin account or a backup can read and hear everything without our software. A recording is exactly as confidential as the machine holding it; if you record confidential material regularly, that machine needs full-disk encryption. The application log can contain fragments of your transcripts (local transcription binaries write their output there) — review it before sending it to us. The clipboard is overwritten by every dictation, so clipboard-watching tools on your machine see the text too. The Windows installer is not code-signed: SmartScreen will warn, you must click through, and the warning itself cannot tell you whether the file is genuine — verify the SHA256 checksum against the GitHub release instead. In-app updates are unaffected; they are signature-checked. The macOS build is currently self-signed and not notarised. What you send to a cloud provider is theirs — their terms govern retention and training use; we cannot influence or retract it, and the default provider is Groq, based in the USA. Custom endpoints are unverified — the app sends audio wherever you point it. No protection against malware on your machine, which with your user rights can read the sessions folder, use the microphone and read the clipboard. No multi-user protection — no login, no roles; anyone at your Windows account sees every session. The last five dictations stay in the profile in plain text, even with audio saving turned off.
Recording confidential material. Choose a local model, turn on Strict Privacy, enable full-disk encryption, put the sessions folder on an encrypted volume. And tell the people in the room — secretly recording non-public spoken words is a criminal offence in Germany (§ 201 StGB).
Reporting vulnerabilities. info@ewtos.com, ideally with reproduction steps. Please do not open a public issue before it is fixed.
Third-party components. whisper.cpp and ggml (MIT), sherpa-onnx (Apache-2.0), ONNX Runtime
(MIT), Tauri (MIT/Apache-2.0), lamejs (LGPL-3.0), fonts under OFL-1.1 and Apache-2.0. Parakeet models are
CC-BY-4.0 (© NVIDIA, attribution required); Whisper models are MIT. Full list in
THIRD-PARTY-NOTICES, linked from the settings.